Die Künstlerin
Aurora Matticoli beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Phänomen des Klanges und seiner heilsamen Wirkung auf Körper, Seele und Geist.
Momente des Gleichklangs kennzeichnen auch den Malprozess der Künstlerin: In der Begegnung mit dem Bild entfalten sich nach und nach Mal-Rhythmus und -Melodie – mal still und fast asketisch, dann wieder üppig und expressiv. Ein Spiel mit Farben und Formen in Tusche, Acryl oder Öl, auf Reispapier, Leinwand oder Holzplatte. Äußerst intuitiv entstehen so Flächenfiguren, die sich Schicht für Schicht weiterentwickeln: Ein Malprozess, der seinem eigenen Tempo folgt und manchmal Wochen dauern kann. Auch die Themen entwickeln sich in der Interaktion mit dem Bild, genauso wie der jeweilige Titel. Als „Liebesbeziehung“ empfindet Matticoli diesen Prozess: „Das Bild spricht mit mir“.
In ihren Werken findet Ausdruck, was Matticoli „meinen eigenen Klang, meine eigenen Schwingungen, meine klingende Stille“ nennt: Klangkunst eben.

Text: Conny Boland-Biehl